Gottesdienstablauf am 21.11.2021 BZG in der Johanneskirche - Ewigkeitssonntag

Unser Gottesdienst wird um 10 Uhr auch bei ZOOM übertragen.

Zur Teilnahme am Computer (Zugangsdaten gelten für alle Sonntage. Bitte gut aufbewahren!)

Bitte auf folgenden Link klicken. Damit alles reibungslos funktioniert bitte Mikrofon ausschalten.

 

Zoom-Meeting beitreten

https://zoom.us/j/95048698090?pwd=eFdWa0Rlb0VkMG5MS3RrYXNINis5UT09

 

Meeting-ID: 950 4869 8090

Kenncode: 402138

 

Zur Teilnahme per Festnetz-Telefon:

Bitte untenstehende Telefonnummer am Sonntag um 10 Uhr anrufen (ab 9:45 Uhr ist die Leitung frei und Sie können anrufen).

Telefon: 0695 050 2596

 

  • Es folgt die Aufforderung die Meeting-ID einzugeben (erst auf Deutsch, dann auf Englisch). Dazu bitte folgende Nummer wählen: 950 4869 8090 und mit der # Taste bestätigen.
  • Danach wird man nochmals aufgefordert die # zu drücken. Fertig!
  • Ab jetzt können alle Teilnehmer des Gottesdienstes Sie hören. Bitte deshalb nach einem kurzen Hallo versuchen möglichst ruhig zu sein, um nicht die anderen Teilnehmer zu stören. Danke!

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ANKOMMEN – GOTT BRINGT UNS ZUSAMMEN

Musik zum Eingang (Richard Jung)

*Votum und Eingangswort (Lektor*in)

Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes feiern wir diesen Gottesdienst.

 

In Lukas 12 wird uns zugesprochen: „Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen.“ (Lk 12,35)

 

Begrüßung

* Eingangsgebet (Lektor*in)

Anbetungslied HW plus 54 „Wie kann ich dich denn finden" (Band)

 

HÖREN – GOTT SPRICHT ZU UNS

Lesung AT: Jes 65,17–25 (Lektor*in)

Lesung NT: Mt 25,1–13 (Lektor*in)

Predigt Offenbarung 21,1-7 (Pastorin)

Liebe Gemeinde,

habt ihr schon einmal einen Toten gesehen? Ich meine nicht im Fernsehen, sondern im wahren Leben?

 

Ältere Personen unter uns nicken hier vermutlich eher: Früher und auch im ländlichen Raum war (und ist es teilweise heute noch) viel selbstverständlicher Zuhause zu sterben. Da gibt es dann häufig auch noch eine Aussegnung Zuhause – teilweise sogar mit offenem Sarg.

 

Dieses Ritual erleichtert den Abschied – doch es findet immer seltener statt. Ob man das selbst einmal so möchte? Will ich so oder anders verabschiedet werden?

 

Das sind Fragen, die man sich zu Lebzeiten stellen sollte, wie der Bestatter Klaus Niederberger am vergangenen Donnerstag im CaféPLUS erzählt. Er berichtet über Bestattungsvorsorge und ich erfahre viele spannende Details… 

 

Sich mit dem Tod zu beschäftigen, gehört mich als Pastorin zum Alltag und dennoch habe ich erst mit 27 Jahren das erste Mal einen toten Menschen gesehen. Es war die erste Beerdigung, die ich als Pastorin auf Probe gehalten habe. Vor der Trauerfeier konnte man nochmals am offenen Sarg Abschied nehmen.

 

Für mich war das ein unglaublich wichtiger Moment. Nicht, weil ich den Toten gut kannte; eher das Gegenteil war der Fall. Nein, es war wichtig, weil ich gesehen und erkannt habe, dass hier eigentlich nur noch eine leere Hülle liegt. Da war kein Leben mehr. Der Mensch, den ich kannte, war weg – und für mich, war in diesem Moment klar: dieser Mensch ist bereits bei Gott. Wir Menschen auf Erden nehmen jetzt „nur noch“ vom dem leblosen, leeren Körper Abschied. Der geliebte Mann, Vater, Opa, Freund ist bereits im neuen Himmel – an einem anderen Ort.

 

Und so habe ich Jahre später – nämlich erst vor wenigen Wochen mit großem Interesse einen Zeitungsartikel in den „Nürnberger Nachrichten“ gelesen. Der Artikel hieß „Der einsame letzte Moment“ und ist von Hans Böller verfasst. Gerne möchte ich den ersten Teil dieses Artikels[1] heute mit euch teilen:

 

Die Enkelkinder wussten, dass ihre geliebte Oma sehr krank war. Als das Sterben begann, waren sie, mit der ganzen Familie, dabei. Der toten Oma näherten sie sich dann ganz langsam, sie waren sechs und acht Jahre alt, sie hatten noch nie eine Tote gesehen. Sie weinten. Sie sahen, dass die Erwachsenen auch weinten. Sie gingen in den Garten und pflückten Blumen, sie legten die Blumen aufs Totenbett, in Omas Hände, um ihren Kopf herum.

 

Ein vollendetes Leben – dieser Gedanke war ein starker Trost beim Tod der eigenen Mutter, ohne diesen erlebten Tod hätte etwas gefehlt, ihrem Leben, dem eigenen, dem der Enkelkinder. Der Tod ist die sicherste Gewissheit im Leben, aber er ist auch eine verdrängte Gewissheit. Im Bekanntenkreis gab es Menschen, die das entsetzlich, sogar empörend fanden: Kindern den Tod zu zeigen. Wie kann man nur.

 

Der Tod findet oft im Verborgenen statt, acht von zehn Menschen hierzulande sterben in Kliniken, Heimen und Hospizen. Eine Kontrolle des Todes nennen das die Sozialwissenschaften, eine Technisierung, der Weg vom Sterbebett zur letzten Ruhe liegt in der Hand von Spezialisten, von Ärzten, Pflegekräften, Bestattern, Pfarrern, Trauerrednern. Tod und Trauer sind schon seit dem späteren 19. Jahrhundert keine öffentlichen Angelegenheiten mehr.

 

Das Industriezeitalter formte von Anonymität geprägte urbane Gesellschaften, der technische und medizinische Fortschritt und Jahrzehnte des Friedens haben die Lebenserwartung seither mehr als verdoppelt. Noch im Jahr 1875 lag sie für Männer im Deutschen Reich bei gut 35 Jahren, für Frauen bei 38 Jahren. Der Tod rückte in immer weitere Ferne.

 

Dass jeden Tag viele Menschen sterben – in Deutschland sind es im Schnitt rund 2500 –, kehrte erst mit der Corona-Pandemie wieder ins Bewusstsein zurück. Auf einmal gab es exakte Zahlen, tatsächlich jeden Tag, die Zahlen der an Covid-19 Erkrankten, die der Toten. Und es gab die Bilder dazu, Bilder vom Sterben aus den Kliniken, Bilder von Särgen, von trauernden Menschen – Bilder, die man sonst nur aus dem Nahen Osten und von anderen Kriegsschauplätzen kannte oder nach Unglücken sah, meistens auch in weiter Ferne.

 

Jetzt war und ist der Tod ganz nah, Tag für Tag, überall. Ist der Tod zurück im Leben? Ja, sagt Angela Hörschelmann, einerseits. Das „Interesse am Tod, am Sterben“ sei aber nur vorübergehend größer gewesen, mit dem „Massenphänomen Corona“ habe es wieder nachgelassen. Irgendwann, sagt die Sprecherin des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands, waren alles nur noch Zahlen. Ob die Pandemie die Auseinandersetzung mit dem Tod, die Sorge ums Sterben, verändern könnte, lasse sich noch nicht einschätzen.

 

Wer in den seit März 2020 vergangenen Monaten mit Palliativmedizinern, Seelsorgern oder Vertretern von Sozialverbänden redete, wurde sich der Ambivalenz der Situation erst richtig bewusst. Der allgegenwärtige Tod wurde ja noch mehr isoliert als ohnehin schon, Kliniken, Heime und Hospize blieben für Besucher geschlossen, man sah die Bilder verzweifelter alter Menschen, die, vielleicht erstmals in ihren zu Ende gehenden Leben, Computer zu bedienen versuchten, um ihre Liebsten wenigstens virtuell zu sehen. Die relative Fremdheit des Todes verunsichert viele Menschen, sie wissen oft nicht, wie sie Kranken begegnen oder mit Trauernden reden sollen – und im Lockdown war das dann oft gar nicht erst möglich. Es wurde eine doppelte Isolation für Sterbende und Trauernde, zur seelischen kam, mit den Kontaktsperren, die physische.

 

„Das war grausam, furchtbar“, sagt eine erfahrene Palliativmedizinerin, „aber, auch wenn das jetzt hart klingt, für manche war es bequem.“ Sie begegne „immer wieder Angehörigen von Schwerkranken, die der Situation lieber ausweichen, wenn sie das können“, und in der Pandemie sei das „ja der Normalfall gewesen, so unpassend das Wort klingt“.

 

Nach diesem Artikel war mir klar: wir müssen über das Sterben reden – und wo, wenn nicht hier in der Kirche? Als Pastorin ist es meine Aufgabe mich mit den letzten Dingen des Lebens zu beschäftigen. Heute am Ewigkeitssonntag finde ich, ist genau der richtige Moment dies zu tun.

 

So mancher hat im vergangenen Kirchenjahr einen geliebten Menschen verloren. Abschied nehmen müssen. Bei anderen liegt der Verlust eines geliebten Menschen schon weiter zurück. Doch am Ewigkeitssonntag werden sie wieder neu an den Verlust erinnert.

 

Lasst uns heute also über das Sterben und das Leben nach dem Tod nachdenken. Ein Blick in die Bibel soll uns dabei helfen. Ich lese aus Offenbarung 21 nach der Basisbibel:

 

211Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr da. 2Und ich sah die heilige Stadt: das neue Jerusalem. Sie kam von Gott aus dem Himmel herab – für die Hochzeit bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. 3Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: »Sieh her: Gottes Wohnung ist bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein. Gott selbst wird als ihr Gott bei ihnen sein. 4Er wird jede Träne abwischen von ihren Augen. Es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben, kein Klagegeschrei und keinen Schmerz. Denn was früher war, ist vergangen.« 5Der auf dem Thron saß, sagte: »Ich mache alles neu.« Und er fügte hinzu: »Schreib alles auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.« 6Dann sagte er zu mir: »Es ist geschehen! Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich werde dem Durstigen Wasser geben, das aus der Quelle des Lebens fließt. Ich gebe es ihm umsonst. 7Wer siegreich ist und standhaft im Glauben, wird das alles als Erbe erhalten. Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Kind sein.

 

Diese Worte sind der Höhepunkt des biblischen Buches der Offenbarung des Johannes. Hier wird veranschaulicht, wie Gott am Ende des Ziels mit den Menschen in Gemeinschaft lebt. In einer neuen Schöpfung.

 

Die Heilige Stadt Jerusalem, wird als Ort der Gegenwart Gottes und als Quelle des Lebens beschrieben. Es geht hier um eine völlig neue Art, wie ich Gott begegnen und mit ihm leben kann.

 

Dieses Herzstück der Offenbarung ist ein sehr kostbarer und zutiefst tröstlicher Text. Er greift viele verschiedene Verheißung aus dem Alten Testament auf. Der große Unterschied ist, dass hier in der Offenbarung, diese Verheißungen bereits real und wirklich sind.

 

Alles wird heil. Alles wird neu. Nicht nur die persönliche Existenz der Einzelnen wird verwandelt. Sondern auch alles systemische Elend und Misslingen, das Gottes Schöpfung verdirbt. All das wird der neuen Ordnung weichen.

 

Vor allem aber: Gott ist bei den Menschen. Es gibt keine trennende Grenze mehr. Schöpfer und Geschöpf sind neu vereint und verbunden.

 

Das ermutigt mich und macht mich zuversichtlich. Gott wird jede Träne abwischen von ihren Augen. Es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben, kein Klagegeschrei und keinen Schmerz.

 

Das klingt doch mal super gut! Darauf kann ich mich freuen! Kein Schmerz. Keine Trauer. Keine Tränen. Diese Bilder machen mir das Jenseits so richtig schmackhaft.

 

Besonders spricht mich das Bild von Jerusalem als der Braut an, die sich für ihren Mann schmückt. Am Freitag war ich mit einer Freundin Hochzeitskleid kaufen. Es war interessant nun nach meiner eigenen Hochzeit, selbst einmal als Begleiterin dabei zu sein. Meine Freundin war super aufgeregt und nervös. Ihre große Frage war: „Wie weiß ich, dass es mein Kleid ist? Dass es das richtige Kleid ist?“ Ich merke, ich bin da eher pragmatisch veranlagt, denn ich glaube nicht, dass eine Hochzeit damit steht oder fällt, wie das Kleid aussieht oder dass es den Bräutigam beeinflusst, ob er ja sagt oder nein, aber ich fand ihre Frage trotzdem spannend: Für sie war dieser Moment unglaublich wichtig. Sie hat lange und intensiv überlegt, was das richtige ist – und am Ende wusste sie genau, welches Kleid ihres ist. Es war nicht zu übersehen: sie hat über das ganze Gesicht gestrahlt als sie es anhatte. Und da hat sie´s gewusst: das ist es.

 

Ähnlich stelle ich mir das in unserem Bibeltext vor: Das neue Jersusalem, die heilige Stadt schmückt sich heraus und überlegt, wie sie am schönsten aussieht. Es ist ein Bild für die neue Welt, in der alle Bereiche des Lebens durch die Gegenwart Gottes grundlegend verwandelt sind.

 

Und dann beginnt das neue Leben: zusammen und gemeinsam. Gott und die Menschen in der neuen Welt. Und diese neue Welt scheint wirklich unglaublich schön zu sein: „Gott wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein. Gott selbst wird als ihr Gott bei ihnen sein. Er wird jede Träne abwischen von ihren Augen. Es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben, kein Klagegeschrei und keinen Schmerz. Denn was früher war, ist vergangen.“ Ich habe diese Worte vorhin schon mal gelesen, doch ich finde, diese Worte kann man gar nicht oft genug höre. Es ist eine meiner liebsten Bibelstellen. Da steckt unglaublich viel Trost drin. Mich ermutigen diese Zeilen und sie machen mich neugierig.

 

Ich will wissen, wie es aussehen wird in dieser neuen Welt. Was wird mich erwarten?  Und ich bin da nicht die Einzige: Ich habe diese Woche ein supersüße Sprachnachricht von Lydia erhalten. Lydia (2 Jahre) hat mich sozusagen „als pastorale Expertin“ gefragt: „Mareike, wie sieht der Himmel aus? Was gibt es da? Ich weiß nicht, wie es da aussieht. Weißt du, Mareike, das?“

 

Ich hab mich total über diese Nachricht gefreut – auch wenn ich Lydia keine richtige Antwort geben konnte. Denn ich weiß auch nicht, wie es im Himmel aussieht. Es ist eine Überraschung, aber ich freue mich auf diese Überraschung. Ich bin überzeugt, dass die neue Welt, eine tolle Welt ist, denn so heißt es in unserem Bibeltext weiter. Und Gott sprach: Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich werde dem Durstigen Wasser geben, das aus der Quelle des Lebens fließt. Ich gebe es ihm umsonst.

 

Meine Mama sagt immer: „Durst ist schlimmer als Heimweh.“ Deshalb sind diese Worte für mich ein toller Zuspruch. Gott ist der Anfang und das Ende. Es gibt kein Leben ohne Gott. Und Gott löscht unseren Durst. Den Durst im klassischen Sinne, aber auch den Durst nach Leben, nach mehr, nach besonderen Erfahrungen oder Abenteuern. Bei Gott komm ich ans Ziel. Ich habe kein Heimweh in die alte Welt. Ich finde Ruhe und mein Durst wird gestillt. Und als Christin zehre ich bereits auf der Erde, von dieser Hoffnung, Gott nahe zu sein. Denn, so heißt es: 7Wer siegreich ist und standhaft im Glauben, wird das alles als Erbe erhalten. Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Kind sein.

 

Für mich ist der Tod deshalb ein heiliger Moment.[2]

 

Es ist eine Nachhausekommen. Wie eine langersehnte Umarmung.

Ich habe ein Foto gefunden, dass für mich diesen heiligen Moment ausdrückt, auch wenn es eigentlich etwas anderes darstellt. Ich spreche vom Gewinner des Fotowettbewerbs World Press Photo Contest 2021. Die Stiftung hat eine Fotografie von Mads Nissen gewählt, mit dem Titel „The first Embrace“. Die erste Umarmung.

 

„Die 85-jährige Rosa Luzia Lunardi wird im August 2020 von der Krankenschwester Adriana Silva da Costa Souza in einer Pflegeeinrichtung im brasilanischen Sao Paulo in den Arm genommen.“[3] (Bild rechts)

 

Auf diesem Foto sieht es fast so aus, als ob der 85-jährigen in der Umarmung Engelsflügel gewachsen sind.

 

So stelle ich mir die himmlische Begrüßung vor. Gott nimmt mich in den Arm und ich bin Zuhause. Bereit für den neuen Himmel und eine neue Erde, denn Heaven is a wonderful place. Der Himmel ist ein wunderbarer Ort.

Amen.

 

Lied Himmelweit plus 22 "Heaven is a wonderful place" (Band)

 

TEILEN – GOTT VERBINDET UNS MITEINANDER

Gedenken an die Verstorbenen (Kerzen entzünden)

Heute am Ende des kirchlichen Jahrkreises blicken wir noch einmal zurück und erinnern uns an diejenigen, die nicht mehr unter uns sind, weil ihr Leben hier zu Ende gegangen ist.

Gleichzeitig blicken wir aber auch nach vorn und sehen hoffnungsvoll der Vollendung alles zeitlich Irdischen in Gottes Ewigkeit entgegen. Für jede Person werden wir eine Kerze entzünden als Zeichen, dass der Tod das Leben nicht endgültig auslöschen kann. Die Angehörigen sind eingeladen diese Kerzen nach dem Gottesdienst als Zeichen der Erinnerung mit nach Hause zu nehmen.

 

[Gemeinde erhebt sich.]

Im zurückliegenden Kirchenjahr ist drei Personen des Bezirks Leinfelden-Echterdingen verstorben:

Wir entzünden eine Kerze für…

 

Pirkho Fügel,

Günther Zeiher

Hans-Ulrich Fügel

 

Einige von uns haben einen lieben Menschen verloren, ein Familienmitglied oder jemand aus dem Freundeskreis. Andere trauern noch, obwohl der Tod schon weiter zurückliegt.

 

Für all diese Menschen und ihre Angehörigen und Freunde, die wir nicht namentlich benennen können, zünden wir ebenfalls ein Licht an, sowie für alle Opfer von Terror und Gewalt.

[Kerze entzünden]

 

Das Licht der Kerzen zeigt einen Funken Hoffnung in der dunklen Nacht der Trauer, Angst und Sorge – und ist ein Hinweis auf das Licht des neuen Tages, den Gott für alle Menschen heraufführen wird!

 

Jetzt stehen wir vor Gott; wir denken an die Menschen, die uns der Tod genommen hat, und wir denken dabei auch an uns.

– Stille –

 

Gebet: Wir beten.

Ewiger Gott, Herr über Leben und Tod, ich bin erschrocken über den Tod der Menschen, die dieses Jahr von uns gegangen sind. Wie unerbittlich und endgültig ist doch das Ende unseres Lebens! Ich bin erschrocken, auch weil ich an meinen eigenen Tod erinnert werde, der garantiert kommen wird. Ich bitte dich für diese Menschen, die gestorben sind. Nimm sie gnädig an. Lass sie bei dir Heimat finden. Denn sie sind nicht ins Grab gestorben, sondern in deine Liebe und Ewigkeit.

 

Lass und die Zeit, die du uns schenkst, zu deiner Ehre leben.

 

Gib Lebensmut und Hoffnungsschimmer, Zeit zum Trauern, Zeit zum Hoffen – durch Jesus Christus, unseren lebendigen Bruder und Herrn.

Amen.

[Gemeinde nimmt Platz.]

 

Lied EM 655,1+3 „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (Richard Jung)

 

Zeugnisse/Anteilnehmen/Bekanntgaben (Prediger:in)

Dienstag              18 Uhr                 Gemeindevorstand BL – Start mit Stuhlbemusterung.

Mittwoch            19.30 Uhr            Gemeindevorstand LE

Donnerstag        20 Uhr                 Predigt. Let´s talk about (ZOOM)

Freitag                  9:30 Uhr              Schäfchen-Treff (2G-Plus)

                                19:30 Uhr            Posaunenchor (2G)

Sonntag               10 Uhr                  LE (Mareike Nix), BL (Ludwig Waitzmann)

 

Geburtstage:

Wir wünschen allen Geburtstagskindern Gottes Segen und Geleit im kommenden Lebensjahr!

 

Weitere Informationen:

  • Erinnerung: Bestellzettel für Kalender und Losungen 2022 liegen in den Fächern aus. Bitte bis nächsten Sonntag (= 1. Advent) ausgefüllt an Pastorin Mareike Nix abgeben.
  • Am Ausgang sammeln wir die Kollekte ein. Danke für all eure Gaben!

Lied EM 529,1-3 „Wir kommen, Herr, zu deinem Mahl“ (Richard Jung)

 

ABENDMAHL

Einladung und Sündenbekenntnis

Wir feiern heute das Abendmahl. Christus selbst ist der Gastgeber. Er ist durch seinen Heiligen Geist mitten unter uns. In Brot und Wein lässt er uns seine Liebe schmecken. Stärkung und neue Hoffnung sind uns verheißen. In Gemeinschaft mit ihm und miteinander feiern wir ein Fest der Freude und der Dankbarkeit.

 

Treuer Gott, deine Einladung hören wir. Noch ist vieles in uns, das uns festhalten will.

 

Deine Nähe suchen wir. Unsere Gedanken, unser Nachdenken kommt nicht zur Ruhe. Unser Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet in dir. Jesus Christus, so kommen wir zu dir und bitten dich um Zuversicht, um Ruhe, um Auftanken.

 

Darum kommen wir gemeinsam zu dir und bitten dich:

 

A Herr, wir schütten unsere Herzen vor dir aus. Du kannst uns verändern. Durch deine Gnade können wir einen Neuanfang wagen. Herr, du weißt um die Dinge, die uns von dir fernhalten. Herr, du weißt, wo wir andere, dich und uns selbst nicht geliebt habe. Wo wir unter unseren Möglichkeiten geblieben sind. Wo wir den Weg des geringsten Widerstandes gegangen bin. Herr, wir bringe dir die Dinge, die uns im Inneren beschäftigen.

Stille

 

Zusage der Vergebung

P Gott sieht nicht mehr auf unsere Schuld. Er vergibt unser Versagen. Darauf können wir uns verlassen. Sein Bund mit uns bleibt bestehen, denn er hat uns verheißen:

Berge mögen einstürzen und Hügel wanken, aber meine Liebe zu dir wird nie erschüttert, und mein Friedensbund mit dir wird niemals wanken. Das verspreche ich, der Herr, der dich liebt. Jes 54, 10 (Hoffnung für alle)

 

Mahlgemeinschaft

P Im Abendmahl lässt Gott uns seine Liebe schmecken. Alle sind eingeladen.

G Wir feiern Gott in unserer Mitte:

P Wir feiern mit unserem Schöpfer.

G Er schenkt uns das Leben.

P Wir feiern mit Christus.

G Er macht uns frei zum Lieben und zum Hoffen.

P Wir feiern mit dem Heiligen Geist.

G Er atmet in uns und führt uns zum Ziel.

P In der Nacht, in der Jesus verraten wurde, nahm er das Brot, dankte Gott dafür, teilte es und sprach: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Denkt daran, sooft ihr dieses Brot esst!

Dann nahm er den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund zwischen Gott und euch, der durch mein Blut besiegelt wird. Denkt daran, sooft ihr daraus trinkt!

Denn jedes Mal, wenn ihr dieses Brot esst und aus diesem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn. Daran sollt ihr festhalten, bis er wiederkommt.                                                                                      1.Kor. 11,23 26 (Hoffnung für alle)

P Und nun schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist.                                          Ps 34,9

 

Alle, die bei ZOOM mitfeiern, können sich Zuhause Brot und Saft teilen.

Nimm und iss vom Brot des Lebens: Brot teilen.

Nimm und trink vom Kelch des Lebens: Einzelkelche teilen

 

Sendewort an alle

Christus ist unser Friede, so spreche ich euch zu: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus Jesus.“ (Phil 4,13) Amen.

 

Lied EM 460 „Große Doxologie“ (Richard Jung)

 

Gebet nach dem Mahl und Gebet des Herrn

Guter Gott, wir sind dankbar und voller Freude über deine heilsame Gegenwart. Du beschenkst uns mit neuer Kraft. So können wir unseren Alltag bewältigen. Du erfrischst uns mit lebendiger Hoffnung. So weichen Mattheit und Verzagtheit. Du erfüllst uns mit deinem Frieden. So werden wir gelassen. Du stärkst uns durch deine Treue. So suchen auch wir stets deine Nähe. Du ermutigst uns durch deine Liebe. So kann unsere Liebe zu dir und zueinander wachsen. Du befreist uns durch deine Vergebung. So können wir uns miteinander versöhnen. Wir bitten dich: Verwurzle uns neu in dir und in deinem Wort. Schenke uns Vertrauen auf deine Zusagen.

Gemeinsam beten wir: Vater unser

 

WEITERGEHEN – GOTT SEGNET UNS

Lied EM 676,1-3 „Wo Blumen den Asphalt aufbrechen" (Band)

Sendung und Segen (Predigerin)

Musik zum Ausgang (Richard Jung)

Türkollekte

 

[1] Böller, Hans, „Der einsame letzte Moment“, in: Nürnberger Nachrichten, Dienstag, 2. November 2021, Die dritte Seite. Der einsame letzte Mo https://epaper.nn.de/titles/nnnurnbergernachrichten/12207/publications/5123/pages/2ment (nn.de)

[2] Vgl. Böller, Hans, „Der einsame letzte Moment“, in: Nürnberger Nachrichten, Dienstag, 2. November 2021, Die dritte Seite.

[3] Stuttgarter Nachrichten, Artikel: Die besten Pressefotos des Jahres sind gekürt worden, Nummer 87, Freitag, 16. April 2021, S. 16.

 


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