Predigt: Bezirksgottesdienst 01.11.2020

Gottesdienstablauf am 01.11.2020 

in der Christuskirche

 

ANKOMMEN – GOTT BRINGT UNS ZUSAMMEN

Musik zum Eingang

*Votum und Eingangswort (Lektorin)

Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes feiern wir diesen Gottesdienst.

In Römer 12,21 wird uns zugesprochen: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“

Begrüßung (Lektorin)

* Eingangsgebet (Lektorin)

Anbetungslied FJ 4 170 Du tust 170 (mit Maske)

HÖREN – GOTT SPRICHT ZU UNS

Lesung AT: Jeremia 29,1. 4-7. 10-14 (Lektorin)

Lesung NT: Epheser 6,10-17 (Lektorin)

Lobpreis-Lied GB 579,1-3 „Gott gab uns Atem“ (mit Maske)

Predigt Mt 5,38-48 (Pastorin)

Liebe Gemeinde,

Trump oder Biden – am Dienstag ist US-Wahl. Ein spannender Tag und eine äußerst spannende Wahl. Schon zu meiner Schulzeit hat mein Lehrer uns immer wieder erklärt, wie bedeutend US-Wahlen sind, doch diesmal scheint an diesem Satz besonders viel wahr zu sein.

Trump oder Biden – die Wahl zwischen diesen beiden Personen stellt die USA vor einen Scheideweg. Demokraten oder Republikaner sind an sich schon große Gegensätze, doch dieses Jahr sind selbst eingefleischte Republikaner bereit Wahlkampf für Biden zu machen statt für Trump – und doch traut man den Amerikanern alles zu: eben auch, dass Trump gewinnt.

Doch unabhängig vom Ergebnis, das sicherlich noch lange auf sich warten lassen wird, ist es viel interessanter, wie die jeweiligen Lager mit dem Ergebnis umgehen werden. Wird Trump eine Niederlage anerkennen? Werden die Demokraten und die Bewegung um „black lifes matter“ friedlich bleiben? Oder werden die „proud boys“ in Aktion treten und sich Straßenschlachten liefern? Kurz: Frieden oder Bürgerkrieg?

An einen friedlichen Wahlabend glauben wohl die wenigsten. Zumindest wird berichtet, dass manche Verkäufer bereits die Waffen aus dem Sortiment der Läden nehmen.

An diesem Beispiel zeigt sich wie fragil Frieden ist. Ich zumindest hätte vor einem Jahr noch nicht gedacht, dass sich die Situation in den USA so zuspitzen wird. Corona hat hier die Lage nochmals deutlich verschärft, was mich zu uns hier in Deutschland bringt:

Corona hat auch uns wieder voll im Griff. Letzte Woche wurden neue Regelungen beschlossen, die morgen in Kraft treten werden. Der November wird trist. Zuhause bleiben. Kontakte runterfahren und am besten nur noch online oder per Telefon mit Freunden, Bekannten und Familie kommunizieren.

Und auch hier gibt es sehr unterschiedliche Stimmen zu diesen politischen Entscheidungen. Die einen finden diese Regelungen gut und sinnvoll, andere denken quer und verbreiten ihre eigenen Wahrheiten. Hoch riskant das Ganze.

Und immer mehr Menschen werden verunsichert: wem kann ich glauben? Wem sollte ich misstrauen? Und natürlich spielt das eigene Befinden in diese Fragen stark mit rein. Geht es mir trotz Corona weiterhin gut, werde ich mich leichter strengen Beschränkungen beugen, als wenn ich um meine Existenz kämpfen muss und mit mehreren Kindern in einer kleinen Wohnung ohne Balkon daheim bleiben muss.

Noch ist es ziemlich friedvoll in Deutschland, doch letzte Woche zeigte sich ebenso wie fragil auch dieser Frieden ist, als die Meldung bei Spiegel Online aufploppte: „Gegner der Corona-Maßnahmen zünden Sprengsatz“ in Berlin-Mitte. Erst wenige Tage zuvor gab es einen Brandanschlag auf das Robert-Koch-Institut.

Frieden ist eben nicht selbstverständlich. Frieden ist ein hohes Gut. Dass sehen wir an unserem eigenen Land oder an Nachbarländern, wie Frankreich, die parallel zu Corona nun auch noch die höchste Terrorwarnstufe ausrufen mussten.

„Die Welt ist aus den Fugen.“ habe ich letzte Woche zu Wolfi gesagt, als wir Nachrichten geschaut haben. Umso erstaunter war ich als ich den Wochenspruch für diese Woche gelesen habe. Erstaunt, weil er so gut in die aktuelle Zeit passt. Da heißt es im Römer 12: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“

Lass dich nicht vom Bösen überwinden. Lass das Böse nicht Überhand nehmen. Leichter gesagt als getan. Jesus nimmt diesen Gedanken in seine Bergpredigt mit auf, lang bevor Paulus diese Worte an die Gemeinde in Rom schreibt. Ich lese uns aus Matthäus 5 (38-48) nach der Basisbibel:

38 »Ihr wisst, dass gesagt worden ist: ›Auge um Auge und Zahn um Zahn!‹ 39 Ich sage euch aber: Wehrt euch nicht gegen Menschen, die euch etwas Böses antun! Sondern: Wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch deine andere Backe hin! 40 Und wenn dich jemand verklagen will, um deine Kleider als Pfand zu bekommen, dann gib ihm auch noch den Mantel dazu! 41 Und wenn dich jemand dazu zwingt, seine Sachen eine Meile zu tragen, dann geh zwei Meilen mit ihm! 42 Wenn dich jemand um etwas bittet, dann gib es ihm! Und wenn jemand etwas von dir leihen will, sag nicht ›Nein‹.«

43 »Ihr wisst, dass gesagt worden ist: ›Liebe deinen Nächsten und hasse deinen Feind!‹ 44 Ich sage euch aber: Liebt eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen! 45 So werdet ihr zu Kindern eures Vaters im Himmel! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über bösen und über guten Menschen. Und er lässt es regnen auf gerechte und auf ungerechte Menschen. 46 Denn wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben: Welchen Lohn erwartet ihr da von Gott? Verhalten sich die Zolleinnehmer nicht genauso? 47 Und wenn ihr nur eure Geschwister grüßt: Was tut ihr da Besonderes? Verhalten sich die Heiden nicht genauso? 48 Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist!«

Jesus fordert seine Zuhörer und Zuhörerinnen mit diesen Worten ganz schön heraus. Er provoziert mit den Beispielen, die er nennt – und das bis heute.

„Auge um Auge. Zahn um Zahn.“ mit diesen Worten zitiert Jesus knapp das Gebot einer angemessenen Vergeltung. Dieser Grundsatz findet sich bereits im Codex Hamurapi[1], einer babylonischen Sammlung von Rechtssprüchen aus dem 18. Jahrhundert vor Christus und damit einem der ältesten Gesetzestexte der Welt.

In der Bibel findet sich dieses Gesetz im zweiten Buch Mose. Hierauf bezieht sich Jesus in seiner Predigt, wenn er sagt: „Ihr wisst, dass gesagt worden ist…“

Der Grundsatz „Auge um Auge. Zahn um Zahn“ ist eine verkürzte Fassung des Gesetzestextes und ist nicht etwa eine Aufforderung zu „radikaler Vergeltung, sondern soll anstelle maßloser Rache die Vergeltung auf ein angemessenes Maß beschränken.“[2]

Das heißt: wenn jemand ein Auge ausgerissen wird, soll der Verursacher genau mit dem gleichen Strafmaß bestraft werden und beispielsweise nicht gleich umgebracht werden.

Und so nimmt Jesus diese alten Worte, um ihnen einen neuen Charakter zu geben: Er sagt: „Wehrt euch nicht gegen Menschen, die euch etwas Böses antun!

Mit Bösen ist hier sowohl der persönliche Gegner als auch das, was Menschen sich gegenseitig antun, gemeint. Jesus stellt hier eine radikale Gegenthese auf: Leistet dem Bösen keinen Widerstand!

Ich frage mich, wie das sein kann? Ist nicht gerade das unsere Aufgabe als Christinnen und Christen? Dem Bösen Einhalt zu gebieten?

Jesus sieht das anders, denn er will den Kreislauf der Gewalt und Gegengewalt unterbrechen. Deshalb ruft er seine Zuhörer zu Gewaltverzicht und dem Ertragen von Unrecht auf.

Er wählt dafür drei verschiedene Beispiele aus. In allen drei Beispielen werden die Menschen zu pro-aktiven Handeln aufgerufen.

Wehrt euch nicht (…) Sondern: Wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch deine andere Backe hin! 40 Und wenn dich jemand verklagen will, um deine Kleider als Pfand zu bekommen, dann gib ihm auch noch den Mantel dazu! 41 Und wenn dich jemand dazu zwingt, seine Sachen eine Meile zu tragen, dann geh zwei Meilen mit ihm!

Das erste Beispiel beschreibt eine persönliche Auseinandersetzung, bei der es zu Handgreiflichkeiten kommt: Wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch deine andere Backe hin! Der Schlag auf die rechte Wange, der mit dem Handrücken der rechten Hand ausgeführt wird, galt als besonders entehrend.[3]

Jesus fordert Unglaubliches: man soll nicht nur diesen Schlag geduldig ertragen, sondern auch noch die andere Backe hinhalten. Sich also praktisch doppelt entehren lassen.

Warum er das empfiehlt, sagt Jesus nicht. Vielleicht soll der Gegner durch diese unerwartete Geste zur Besinnung und zum Umdenken gerufen werden.[4]

Und so folgt zugleich das zweite Beispiel. Hier geht es um eine gerichtliche Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden. Der Gläubiger möchte den Unterrock des Schuldners als Pfand bekommen. Jesus fordert dazu auf, auch den schützenden Mantel abzugeben.

Zur damaligen Zeit trug man ein großes quadratisches Tuch als Umhang über die Unterkleider. Wenn einem alles genommen worden war, hatte man zumindest für die Nacht noch eine schützende Decke übrig. Deshalb galt ein besonderer Pfändungsschutz auf diese Decke. Doch gerade diese soll man, laut Jesus, dem Gläubiger nun freiwillig mit pfänden.[5]

„Jesus meint: Lieber freiwillig auch auf das Existenzminimum verzichten als in einem Prozess gegen jemanden kämpfen. Dass der Betroffene dann nackt dasteht, wird nicht ausgemalt. Vielleicht setzt Jesus gerade auf die Provokation durch die radikale Wehrlosigkeit!?“[6]   

Beim dritten Beispiel dann geht es um den Zwang zum Frondienst. Römische Soldaten konnten die jüdische Bevölkerung jederzeit dazu zwingen, ihnen den Weg zu zeigen oder etwas für sie zu tragen. Sie also zum Frondienst zwingen. Jesus sagt hier zum einen, dass dem militärischen Zwang kein Widerstand geleistet werden soll und zugleich, dass man dem Besatzer sogar mehr geben soll als gefordert wurde. Also zwei statt einer Meile gehen.

Alle diese Beispiele widersprechen dem gesunden Menschenverstand. Jesus will provozieren und dadurch auf eine paradoxe Wahrheit hinweisen: es geht eben nicht nur darum, sich nicht vom Bösen überwinden zu lassen, also auf Gewalt mit Gegengewalt zu antworten, sondern es geht darum die Spirale des Bösen durch Gutes tun zu durchbrechen.

Paulus fasst das in seinen Brief an die Gemeinde im Rom super treffend zusammen: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ Das ist der einzige Weg, um die Spirale des Bösen zu durchbrechen.

Diese Haltung verdeutlich Matthäus am letzten Beispiel:  42 Wenn dich jemand um etwas bittet, dann gib es ihm! Und wenn jemand etwas von dir leihen will, sag nicht ›Nein‹.«

Hier wird deutlich um was es geht. Es geht darum, wie wir Menschen begegnen, denen Unrecht geschieht – durch uns und durch andere. Hier wird der Blick geweitet: Es geht um alle Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Ihnen soll unsere uneingeschränkte Zuwendung gelten. Das heißt: „Jesus macht Mut zu einem Leben ohne schützende Abgrenzung.“[7]

Ob und inwiefern man so leben kann, bleibt offen. Es liegt an jeder und jedem selbst, ob man bereit ist so zu leben und die Konsequenzen auf sich zu nehmen. Für Gesellschaft und Politik ist diese herausfordernde Haltung nochmals schwerer. Jesus spinnt nun seine Gedanken:

Er sagt in der letzten Antithese: 43 »Ihr wisst, dass gesagt worden ist: ›Liebe deinen Nächsten und hasse deinen Feind!‹

Mit diesen Worten stellt Jesus das herkömmliche Verständnis davon wer liebenswert ist auf den Kopf. Er weitet radikal den Begriff des „Nächsten“ aus. Im alttestamentlichen Kontext war der Nächste zunächst der Volksgenosse, also der israelitische Nachbar. Jesus dagegen versteht darunter den Mitmenschen schlechthin und schließt auch die Feinde mit ein.[8]

Wichtig ist, dass es bei dieser Liebe nicht um Sympathie und subjektive Gefühle geht, sondern darum wie ich mich praktisch für andere einsetze und ihnen Gutes tue.

Wenn Jesus hier auffordert die Feinde zu lieben, geht er einen Schritt weiter und verlangt Einzigartiges. Er erweitert den Horizont der Menschen und gibt ihnen zugleich eine konkrete Anleitung, wie Feindesliebe gelebt werden kann:

44 Ich sage euch aber: Liebt eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen!

Schon wieder verlangt Jesus unmögliches: Ich soll für meine Feinde beten. Das ist hart und herausfordernd. Stellen wir uns vor, uns trachtet jemand nach dem Leben – für diesen Menschen soll ich beten?!

Wenn es nach Jesus geht: genau, denn nur so, habe ich die Chance die Spirale der Gewalt zu durchbrechen. Und er liefert auch gleich eine Begründung mit: 45 So werdet ihr zu Kindern eures Vaters im Himmel! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über bösen und über guten Menschen. Und er lässt es regnen auf gerechte und auf ungerechte Menschen.

Desto mehr ich mich also von Gottes Wesen leite lasse, desto mehr werde ich ihm ähnlich und folge meiner Bestimmung Kind Gottes zu sein, denn für Jesus steht unumstößlich fest: „Gottes Fürsorge macht keinen Unterschied zwischen Freund und Feind, Frommen und Atheisten. Und genau davon sollen sich alle, die zu ihm gehören, anstecken lassen.“[9]

Als Geschöpf Gottes bin ich Gott zum Ebenbild / zum Abbild geschaffen. Das heißt als Mensch gebe ich Gott ein Gesicht auf Erden. In mir können Menschen Gott begegnen. Deshalb ist es Jesus so wichtig, dass ich in meinem Leben nach Gottes Vorbild strebe und mich an seinem Maßstab orientiere. Kurz: „Wir werden das, wozu uns Gott bestimmt hat, indem wir es leben.“[10]

Doch solches Verhalten ist alles andere als selbstverständlich. Deshalb ist es Jesus hier so wichtig den Menschen klarzumachen: Es reicht nicht, wenn wir genau das machen, was alle machen. Und so sagt er: 46 Denn wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben: Welchen Lohn erwartet ihr da von Gott? Verhalten sich die Zolleinnehmer nicht genauso? 47 Und wenn ihr nur eure Geschwister grüßt: Was tut ihr da Besonderes? Verhalten sich die Heiden nicht genauso? 

Hier wird deutlich: Gott hat mehr mit uns vor! Wer sein oder ihr Leben an Gott orientiert, erhält Anerkennung. Das ist mit dem „Lohn“ gemeint – es geht nicht um einen Verdienst oder eine Bezahlung, sondern darum anerkannt zu werden.

Und so schließt Jesus mit den Worten: 48 Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist!«

Was für ein hoher Anspruch. Ich merke, wie sich bei diesen Zeilen alles in mir sträubt. Vollkommen sein. Das klingt nach Perfektionismus in Reinkultur. Nach Werksgerechtigkeit. Das ist nichts für mich als Protestantin. Gestern war der Reformationstag. Wir haben uns daran erinnert, dass Martin Luther mit seinen 95 Thesen die Welt aufgerüttelt hat und der Werksgerechtigkeit durch den Slogan „Gerettet allein aus Glauben“ den Kampf angesagt hat. Und jetzt das!

Ich habe mich also auf die Suche gemacht und geschaut, was hier wirklich mit dem Wort „vollkommen“ gemeint ist. Bei Walter Klaiber bin ich fündig geworden. Er schreibt: „Das Besondere, das Gott an denen sucht, die zu ihm gehören, ist die umfassende Gerechtigkeit, der Mehrwert seiner Liebe. Diese Herausforderung fasst Jesus mit den Worten zusammen: Seid also ihr vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. (…) Auf dem Hintergrund des hebräischen Wortes meint dieses „Vollkommen“ weniger, dass jemand perfekt oder fehlerlos ist, sondern dass er oder sie ganzheitlich, umfassend und ungeteilt handelt.“[11]

Mit dieser Erklärung kann ich mich anfreunden. Vollkommen zu sein, heißt also mich ganz und gar einzusetzen, die Liebe Gottes in die Welt zu tragen. Mich von ihr leiten zu lassen und mich so an Gottes Maßstab zu orientieren.

Bleibt die Frage: Wie kann ich Gottes Beispiel folgen? Seinen Maßstab zu meinen machen? Allumfassende Liebe in die Welt tragen? Und ist dieser Anspruch nicht dennoch viel zu hoch?

Ich bin mir sicher, allein kann ich das nicht. Aus mir heraus, werde ich daran scheitern. Doch diese Aufforderung Jesu wirft mich sozusagen zurück auf meinen Schöpfer. Auf Gott. Ich bin überzeugt: mit Gott kann ich es wagen. So wie es Franz von Assisi macht, wenn er sich ganz und gar Gott anvertraut und betet:

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,

dass ich liebe, wo man hasst;

dass ich verzeihe, wo man beleidigt;

dass ich verbinde, wo Streit ist;

dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;

dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;

dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;

dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;

dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,

nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;

nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;

nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;

wer sich selbst vergisst, der findet;

wer verzeiht, dem wird verziehen;

und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Amen.

TEILEN – GOTT VERBINDET UNS MITEINANDER

Zeugnisse/Anteilnehmen/Bekanntgaben

Lob und Dank in Gebetsgemeinschaft und Vaterunser (mit Maske)

 

WEITERGEHEN – GOTT SEGNET UNS

Segenslied GB 510 „Segne uns, o Herr“ (mit Maske)

Sendung und Segen

Musik zum Ausgang + Türkollekte

 

[1] Vgl. Klaiber, Mt Kommentar, S. 112 und Wikipedia.

[2] Klaiber, Mt Kommentar, S. 112.

[3] Vgl. Klaiber, Mt Komm, S. 112.

[4] Vgl. Klaiber, Mt Komm, S. 112.

[5] Vgl. Klaiber, Mt Komm, S. 112-113.

[6] Klaiber, Mt Komm, S. 113.

[7] Klaiber, Mt Komm., S. 113.

[8] Klaiber, Mt Komm, S. 115.

[9] Klaiber, Mt Komm, S. 116.

[10] Klaiber, Mt Komm, S. 116.

[11] Klaiber, Mt Komm., S. 116.


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